Die Hochzeitskosten, die niemand einplant
Hochzeitsbudgets scheitern selten daran, dass die Location teurer war als gedacht. Sie scheitern an einer kurzen Liste von Posten, die überhaupt nie im Budget standen — und die alle in den letzten zwei Monaten auftauchen.
Keiner davon ist im unehrlichen Sinne versteckt. Sie stehen im Vertrag. Sie standen nur nicht in der Zahl, die euch zuerst genannt wurde.
Aktualisiert 5 Min. LesezeitStellanza-Team
Die Vertragsklauseln
Drei Klauseln verursachen die meisten Überschreitungen, und alle drei sind vor der Unterschrift verhandelbar und danach unbeweglich.
Die Mindestabnahme wiegt am schwersten. Garantiert ihr 120 Gäste und es kommen 95, zahlt ihr für 120. Fragt nach der Höhe, nach dem Stichtag und ob sie nach den Zusagen noch gesenkt werden kann.
- Garantierte Mindestgästezahl — wird bezahlt, ob sie kommen oder nicht.
- Korkgeld, wenn ihr eigene Getränke mitbringt. Pro Flasche berechnet und oft die ganze Ersparnis wert.
- Überstunden nach einer Uhrzeit, getrennt von Location und Band berechnet. Zwei Rechnungen für dieselbe Stunde.
- Servicepauschale und Mehrwertsteuer, manchmal getrennt vom Preis pro Person und mit 10–20% obendrauf.
Die Posten, die spät auftauchen
Keine Klauseln, sondern Dinge, an die niemand denkt, bis ein Dienstleister sie erwähnt. Einzeln klein, zusammen erheblich.
- Sondermenüs: vegetarisch, glutenfrei und Kindermenüs, oft unterschiedlich bepreist.
- Dienstleisteressen — Fotograf, Band und Planerin essen auch, meist zum reduzierten Satz, den ihr trotzdem zahlt.
- Liefer-, Aufbau- und Abholgebühren für Blumen, Möbel und Deko.
- Tortenschnittgebühr, wenn die Location eine Torte serviert, die sie nicht gebacken hat.
- Änderungen an Kleid oder Anzug, die fast nie im Kaufpreis stecken.
- Gästetransport, der nicht mehr optional ist, sobald die Location außerhalb liegt.
Wie ihr das verhindert
Setzt einen echten Puffer von 5–10% der Gesamtsumme ins Budget und behandelt ihn von Anfang an als ausgegeben. Ein Budget ohne Puffer ist kein Budget, sondern eine Hoffnung.
Und wenn ihr zwei Angebote vergleicht: vergleicht zuerst, was drin ist, dann den Preis. Ein Angebot mit 160 Euro pro Person ohne Getränke ist teurer als eines mit 200 Euro inklusive — und dieser Vergleich ist die lohnendste halbe Stunde des ganzen Projekts.
Legt 5–10% Puffer an, bevor ihr das erste Angebot vergleicht, und stellt jeder Location dieselben drei Fragen: Wie hoch ist die Mindestabnahme, was löst Überstunden aus, und was ist in dieser Zahl nicht enthalten?
Häufige Fragen
Wie viel Puffer braucht ein Hochzeitsbudget?
Was ist eine Mindestabnahme?
Lohnt es sich, eigene Getränke mitzubringen?
Kostenlose Werkzeuge dafür
Quellen
Jede Zahl oben stammt aus einer davon. Hochzeitspreise bewegen sich schnell — schaut auf das Datum neben der Quelle, bevor ihr euch darauf verlasst.
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Plant alles an einem Ort
Gästeliste, Zusagen, Sitzplan und Budget in einem gemeinsamen Arbeitsbereich, der sich mit jeder Antwort aktualisiert.